Berg en Dal

“Das war ein tolles Erlebnis und wir freuen uns auf den nächsten Jagdausflug”

Durch Birgitt Dams 

Wir, das heißt Hubert und ich, hatten eine Einladung zur Meutejagd mit den Bloodhounds. Das war schon richtig aufregend und um 10.15 Uhr fuhren wir mit drei Begleitern, Ulla, Karin und Rolf, los. In Berg en Dal angekommen, trafen wir zuerst auf den Stallbesitzer. Er begrüßte uns herzlich und wir stellten fest, dass man sich über uns schon informiert hatte. Unsere Homepage diente als Informationsquelle.

Wir wurden dem Gastgeber vorgestellt und im Reiterstübchen mit Kaffee und Brötchen versorgt. Jeder neu eintreffende Reiter begrüßte uns Deutsche herzlich. Leider haben wir die meisten Namen schon wieder vergessen. Die Begrüßungsreden auf holländisch zeigten, dass unsere Sprachkenntnisse eingerostet waren.

Wir erkannten die Feldmaster und beschlossen, immer der großen Masse zu folgen. Zudem galt die Regel, den Herrn mit der blauen Binde am Arm nicht zu überholen. Dann ging es auf die Pferde. Dori und Casskaya wurden aufgesattelt und wir ritten zum Sammelplatz. Die Bloodhounds sind große schwarz-braune Hunde mit einem tiefem Bellen. Durchatmen konnte ich erst auf dem Pferd, da fremde Hunde mir immer sehr unangenehm sind.

Die 5 Parforcehörner haben die Jagd den ganzen Nachmittag begleitet. Die musikalische Untermalung erfolgte vom Pferd aus. Einer der Männer ritt in unserer Nähe. Sobald das Feld im Schritt war hat er geblasen und aus der Ferne antworteten die anderen vier Hörner. Das war eine tolle Atmosphäre. Wir waren mit 43 Reitern, eine Dame ritt die Jagd im Damensattel. Die Schleppe wurde losgelassen und der erste Galopp folgte direkt. Die Fährte war scheinbar ziemlich zerstreut, denn es folgte eine rasante Jagdstrecke in nahezu alle Richtungen. Es ging über sämtliche Felder, ob Raps oder ein eingesätes Feld. Unter Bäumen hindurch, die gefährlich tief hangen. Dann kamen wir zum ersten Stopp, der Champagner-Stopp. Der Gastgeber hatte 200 Jagden geritten, und wurde dafür mit einer silbernen Nadel ausgezeichnet. In den Niederlanden werden von Oktober bis März wöchentlich circa zwei Jagden geritten. 

Es folgte noch ein Sherry-Stopp, auch mit anderen Kaltgetränken und Kleinigkeiten zu Essen. Wir hatten schon beim Reiten nicht viel Zeit über die Jagd zu staunen, konnten uns zwischendurch jedoch nett unterhalten und auch ausreichend lachen. Natürlich war das nicht so entspannend wie ein Ausritt zu Hause, deswegen kamen wir auch ins schwitzen. Als dann aber überraschenderweise ein mächtiger Graben vor uns lag, mussten wir auf das Springvermögen der Pferde vertrauen. Ohne ein kühles Bad haben wir das Hindernis überwinden können. 

Die Master haben zum Abschluss noch den Pansen an die Hunde verteilt, er ist die Belohnung für die Meute. Zu Ehren der Hunde zogen alle den Helm, um den Parforcehörnern zu lauschen. 

Nach vier anstrengenden Stunden verluden wir die Pferde und wurden zum Essen eingeladen. 

Nach drei weiteren Ansprachen ging’s zum Büffet mit reichlich Getränkeauswahl. Wir haben uns bei allen bedankt und verabschiedeten uns mit dem Versprechen, noch mal wieder zu kommen. Nur nicht direkt in der nächsten Woche, denn Dori und Casskaya brauchen wohl eine längere Erholungsphase als die erfahrenden Jagdpferde. 

Das war ein tolles Erlebnis und wir freuen uns auf den nächsten Jagdausflug. 

 So haben wir den Tag erlebt, es war sehr schön, besten Danke nochmal. 

Meute Jagd mit der Midland Hunt in Berg en Dal (Niederlande) 

 

Birgitt Dams

Reitstall Albers / Dams